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Eigentlich ganz einfach #11 – Verantwortung

Ich bin Handwerker. Wenn ich einen Fehler mache, muss ich ihn korrigieren. Kostet Zeit. Kostet Geld. Wenn ich gut und sauber arbeite, bleibt etwas übrig – darüber freue ich mich.

Als Privatperson ist es genauso. Treffe ich eine schlechte Entscheidung, trage ich die Folgen. Treffe ich eine gute, habe ich Glück, Erfolg oder Sicherheit.

Eigentlich ganz einfach.

Unverständlich wird es erst bei den „großen“ Akteuren. Hier werden Gewinne privatisiert – aber Verluste, Umweltschäden, soziale Kosten und Fehlentscheidungen auf die Allgemeinheit abgewälzt.

Konzerne kassieren Profite, während Natur zerstört wird, Gemeinschaften ihr Land verlieren und die Schäden entweder der Allgemeinheit, freiwilligen Organisationen oder einfach der Natur selbst überlassen werden.

Politische Entscheidungen verursachen Kosten, aber Verantwortung dafür trägt selten jemand persönlich.

Ich kann als Privatmann kein Stück Land einzäunen, Bäume fällen, diese verkaufen, die Gewinne einstreichen und weiterziehen.

Warum gilt das dann global?

Warum werden Gemeinschaften in Afrika, Südamerika oder Asien von ihrem Land gedrängt, damit Rohstoffe billig gefördert werden können, während die Gewinne anderswo landen und die Schäden bleiben?

Eigentlich ganz einfach:

Was für Einzelne, Handwerker, kleine und mittlere Unternehmen gilt, sollte auch für Konzerne, Investoren und politische Akteure gelten.

Wer profitiert, trägt Verantwortung. Wer Schäden verursacht, haftet.

Wer entscheidet, steht dafür ein.

Jan 20
at
9:48 AM

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