Der Ton wird härter, und die Geduld schwindet spürbar. Viele Menschen reagieren schneller gereizt, obwohl sie ihren Alltag bewältigen. Sie funktionieren, doch innerlich sind sie erschöpft. Reizüberflutung ersetzt Nähe, und Daueranspannung verdrängt innere Ruhe. Was fehlt, ist ein tragender sozialer Rahmen. Früher gaben Gemeinschaften Halt und fingen Spannungen ab. Heute steht der Einzelne weitgehend allein. Diese Vereinzelung wirkt zermürbend. Mit zunehmendem Alter tragen Menschen immer mehr Verletzungen in sich. Schule prägt früh, das Berufsleben verschärft Druck, Beziehungen hinterlassen Spuren. Niemand gleicht diese Belastungen aus. Eine emotionale Knautschzone existiert kaum noch. Deshalb eskalieren Gespräche schneller, und Rückzug erscheint oft als einziger Schutz.
Eine Gesellschaft ohne Zugehörigkeit erzeugt Härte statt Verbindung.
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Dec 19
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4:59 PM
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