SaaS/Software-Unternehmen werden weiter abverkauft.
Die These dahinter lautet: AI wird in Zukunft:
a) die Software selbst hinfällig machen
b) die notwendige Anzahl der Anwender der Software reduzieren, da die Anwender durch AI ersetzt werden
Diese beide Punkte lassen sich mit Adobe aktuell am besten widerlegen. Seit mindestens 1-2 Jahren lassen sich mit ChatGPT und Co. Bilder generieren, dann müsste die Nachfrage nach Photoshop beispielsweise doch inzwischen nachgelassen haben, oder? Das ist die These der Bären.
Was stattdessen gerade passiert ist, dass Adobe Umsatzrekorde und Gewinnrekorde einfährt. Erst im letzten Quartal wuchs der Umsatz weiterhin mit 10,5%. Die Betriebsmarge lag bei 36,5% - über dem Durchschnitt von 34,7% der letzten 5 Jahre.
Die Sorge kann man zwar haben, ja. Aber wenn sich herausstellen sollte, dass die Sorge unbegründet ist, dann werden diese Software-Stocks schneller und steiler wieder hoch schießen als sie runter gekommen sind - so viel steht fest.
Den bisherigen Finanzzahlen der Unternehmen nach sieht es jedenfalls nicht so aus, als sei die Sorge begründet.
Und da ich selbst in einem IT Unternehmen arbeite kann ich aus erster Hand sagen, dass ich bisher das Gefühl habe, dass AI weder die Software noch das Personal hinfällig macht. AI ist ein Werkzeug, es wird aber auch in Zukunft Leute benötigen, die dieses Werkzeug benutzen. Und um das Werkzeug benutzen zu können wird es Software brauchen, denn erst die Software macht die AI anwendbar für den User.