Dass das Thema Hitze durch Merz und die Bundesregierung bewusst kleingeredet und kleingehalten wird, und dass gleichzeitig in genau den Bereichen, die eng mit Klimaschutz und -anpassung verknüpft sind, eine Politik zugunsten der fossilen Lobby gemacht wird, hängt eng miteinander zusammen. Man sieht es überall: Verbrenner statt Elektroautos. Neue Gaskraftwerke statt Ausbau erneuerbare Stromerzeugung. Fossile Heizungen statt Wärmepumpen.
Sicherheitsexperte Manuel Atug bringt im Interview mit t-online auf den Punkt, warum das so ist: Wer zugibt, wie gefährlich Hitze wirklich ist, müsste auch eingestehen, dass die Politik hier versagt hat. Und dann müsste man aus dieser Logik heraus auch eingestehen, dass Wirtschaftsministerin Reiches fossile Politik falsch ist und sie genau das Gegenteil tun müsste.
Also schweigt man lieber.
Was bleibt, sind weiterhin die Konsequenzen. Jedes Handeln, aber auch jedes Nicht-Handeln - und insbesondere die Ignoranz gegenüber Problemen - wird uns am Ende nur teurer und schlimmer treffen.